Tipps & Tricks

Gehirntraining mit Karl Edy – Finger strecken, Finger spreizen

Gehirntraining mit Karl Edy

Synchronisierung der Gehirnhälften

Hier findest du eine kurze alltagstaugliche Übung, welche dich dabei unterstützt deine kognitiven Fähigkeiten nachhaltig zu steigern.
Immer dann, wenn wir unsere gewohnte Routine verlassen, ist unser Hirn gefordert und wir lernen Neues, was auch gleichzeitig den Aufbau neuer neuraler Netzwerke im Gehirn bedeutet. Wenn wir, wie in dieser Übung beschrieben, diagonal abwechselnd unsere Finger spreizen und strecken, unterstützen wir unser Gehirn bei der Vernetzung.

Wirkungsweise der Gehirntrainingsübung

Zu Beginn tun wir uns mit derartigen Übungen meistens recht schwer, es will uns einfach nicht gelingen unsere Finger so zu bewegen wie wir es gerne möchten. Ein guter Tipp ist hier langsames, gehirngerechtes Üben und die neuen Bewegungen quasi Stück für Stück einzuprogrammieren. Nach relativ kurzer Zeit gelingt es uns dann schon ein wenig besser. Um so öfter wir diese Übung wiederholen, um so besser unterstützen wir unser Hirn dabei sich zu vernetzen. Ähnlich wie wenn wir neue Tanzschritte lernen, hier stolpern wir zu Beginn auch mehrmals über unsere eigenen Füße, bis es zu einem wunderschönen Tanz wird. Apropos, auch Tanzen ist sehr förderlich für die Vernetzung des Gehirns 😉

Neue ungewohnte Bewegungen lernen bedeutet das Gehirn zu trainieren

Motorisches Lernen erfordert eine Umorganisation im Gehirn. Um dies zu bewerkstelligen, werden unter Ausschüttung von Neurotransmittern neue Verbindungen zwischen den Neuronen gebildet oder vorhandene Verbindungen neu vernetzt und geordnet. Jedes Neuron ist über tausende solcher Verbindungen mit anderen Neuronen in Kontakt, wobei ein einzelnes Neuron in Repräsentationen vieler unterschiedlicher Dinge eingebunden werden kann. Es liegt also nahe, dem Körper neue ungewohnte Herausforderungen zu stellen, um das vorhandene Talent besser zu entwickeln. Diese Vorgehensweise stützt sich auf die aktuelle Gehirnforschung. Frieder Beck, Diplom-Sportwissenschaftler, Trainer der deutschen Ski-Freestyle-Nationalmannschaft und ausgewiesener Dopamin-Experte erklärt dazu Folgendes:
„Jüngste neurowissenschaftliche Befunde und Zusammenhänge verweisen darauf, dass Dopamin-Ausschüttungen Vorgänge synaptischer Plastizität fördern und motorische Lernvorgänge auslösen können (Beck, 2008; Beck & Beckmann, 2009a, 2010). Hierbei scheinen die Neuartigkeit der Bewegungsaufgabe (Beck, 2005) und der unerwartete Bewegungserfolg (Beck & Beckmann, 2009b) eine zentrale Rolle zu spielen. Dies bedeutet, dass insbesondere eine überraschend erfolgreiche Bewältigung einer neuartigen Bewegungsaufgabe im Gehirn strukturelle Veränderungen in Gang setzt.

Synchronisierte Gehirnhälften wirken harmonisierend auf die Stimmung

Wenn unsere Gehirnhälften besser synchronisiert sind, hilft uns dies auch im Alltag und beeinflusst unsere Stimmung positiv. Darüber hinaus fördert es unsere Denkleistung, wir werden ein wenig schneller im Denken und können ein wenig mehr aufnehmen. Wenn wir unser Hirn öfters trainieren, wird es wie ein Muskel immer stärker und leistungsfähiger, wir ermüden nicht so schnell und fühlen uns nicht so schnell überfordert.
Wenn du regelmäßig Sport treibst, bringt dein Körper Höchstleistungen, mit deinem Gehirn verhält es sich genau so.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Üben 😉

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